Zwei Jahre Sachthemen-Blog

Wie aus einer spontanen Idee ein echtes Branchenprojekt wurde Am 06.06.2024 ging der erste Beitrag auf dem Sachthemen-Blog online. Seitdem sind weitere dreihundertachtundvierzig dazugekommen. In den ersten Monaten erschienen noch relativ wenige Beiträge, erst ab 2025 wurde deutlich häufiger veröffentlicht. Wenn ich heute auf diese zwei Jahre zurückblicke, dann muss ich ehrlich sagen: Ich hätte […]

Wie aus einer spontanen Idee ein echtes Branchenprojekt wurde

Am 06.06.2024 ging der erste Beitrag auf dem Sachthemen-Blog online. Seitdem sind weitere dreihundertachtundvierzig dazugekommen. In den ersten Monaten erschienen noch relativ wenige Beiträge, erst ab 2025 wurde deutlich häufiger veröffentlicht.

Wenn ich heute auf diese zwei Jahre zurückblicke, dann muss ich ehrlich sagen: Ich hätte niemals gedacht, dass sich daraus einmal ein innerhalb der Branche wahrgenommener Blog entwickeln würde.

Die ursprüngliche Idee war eigentlich ziemlich simpel.

Ich arbeite selbst ganz normal als Angestellter eines Maklerpools in der Versicherungsbranche, komme als Haftpflichtunderwriter ursprünglich aus dem Kompositbereich und beschäftige mich seit vielen Jahren mit Versicherungs- und Haftpflichtthemen. Also weder klassischer Vertriebler noch Journalist oder Medienprofi – einfach jemand aus der Branche, der sich intensiv mit ihren Themen beschäftigt.

Was dabei sicherlich enorm geholfen hat, war meine mittlerweile über 22-jährige Zugehörigkeit zur Versicherungsbranche. In dieser Zeit war ich unter anderem bei zwei Maklerpools sowie zuvor auch bei verschiedenen Versicherern tätig. Wenn man über so viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen der Branche unterwegs ist und dabei immer versucht, auch über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, entwickelt man zwangsläufig ein gewisses Verständnis dafür, wie viele Dinge innerhalb dieses Marktes zusammenhängen.

Natürlich weiß man nie alles – und gerade in den vergangenen zwei Jahren habe ich selbst durch den regelmäßigen Austausch mit Leserinnen, Lesern, Branchenkontakten und anderen Marktteilnehmern noch unglaublich viel dazugelernt. Genau dieser Austausch macht den Blog für mich bis heute so spannend.

Die ersten Berührungspunkte mit dem Schreiben entstanden damals über Gastbeiträge. Angefangen hat das vor längerer Zeit mit ersten Artikeln beim Versicherungsboten. Später folgte eine sehr intensive Zusammenarbeit mit Das Investment und dem damaligen Redakteur Bastian Hebbeln. Über die Zeit entstanden außerdem viele gute Kontakte innerhalb der Fachmedien – unter anderem auch eine wirklich sehr angenehme und mittlerweile fast schon freundschaftliche Zusammenarbeit mit Pfefferminzia.

Und irgendwann kam einfach dieser Gedanke:

„Vielleicht kannst du das ja auch selbst.“

Ganz ehrlich?
Am Anfang wollte ich eigentlich nur herausfinden, ob das überhaupt funktioniert. Ob man es schafft, selbstständig über Branchenthemen zu schreiben, Inhalte aufzubauen und Leser zu erreichen. Oder ob nach kurzer Zeit alle sagen würden: „Das interessiert doch sowieso keinen.“

Also habe ich es einfach ausprobiert.

Ohne Businessplan. Ohne große Strategie. Ohne kommerzielle Absichten.

Zunächst musste überhaupt erst einmal gelernt werden, wie so ein Blog technisch funktioniert. Warum WordPress? Wie veröffentlicht man Beiträge? Was ist SEO? Wie sorgt man überhaupt dafür, dass Artikel gelesen werden? Wie funktionieren Reichweite, Suchmaschinen und Sichtbarkeit?

Vieles davon war am Anfang komplettes Neuland.

Was natürlich geholfen hat, war meine bereits vorhandene Aktivität auf LinkedIn. Dadurch konnten erste Artikel überhaupt sichtbar werden und langsam Reichweite aufbauen.

Und dann kamen irgendwann die ersten Momente, bei denen ich gemerkt habe:

„Moment mal … Das lesen tatsächlich Leute.“

Ein echtes Highlight war damals die erste Erwähnung des Blogs im Medienspiegel des VersicherungsJournals. Das war für mich persönlich wirklich ein besonderer Moment. Und an dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich beim VersicherungsJournal bedanken, dass der Blog seitdem regelmäßig im Medienspiegel erwähnt wird. Gerade für kleinere unabhängige Branchenblogs ist diese Sichtbarkeit enorm wichtig.

Mit der Zeit kamen immer mehr Leser hinzu. Irgendwann habe ich mich dann tatsächlich einmal intensiver mit den Statistiken des Blogs beschäftigt – und war ehrlich überrascht, wie viele Menschen die Inhalte mittlerweile regelmäßig lesen.

Heute verzeichnet die Seite rund 70.000 Aufrufe pro Jahr. Die Entwicklung zeigt dabei weiterhin klar nach oben. Und trotzdem ist es bis heute genau das geblieben, was es von Anfang an war:

Ein unabhängiges Freizeitprojekt.

Der Blog wird vollständig ehrenamtlich betrieben, enthält keine Werbung, keine Sponsoren, keine Bezahlschranken und bleibt dauerhaft kostenlos. Alle Inhalte entstehen nebenberuflich und in der Freizeit.

Vielleicht ist genau das auch ein Teil dessen, was ihn ausmacht. Denn dadurch gibt es keine Werbekunden, auf die Rücksicht genommen werden muss. Keine Anzeigenkunden, die Themen beeinflussen könnten. Keine wirtschaftlichen Interessen im Hintergrund.

Wenn mir ein Thema wichtig erscheint, dann wird darüber geschrieben.
Auch dann, wenn es kritisch, unbequem oder brisant ist.

Natürlich gehört dazu Verantwortung. Gerade der berichtende Teil eines Artikels muss sauber recherchiert, sachlich und objektiv bleiben. Meinung und Kommentar werden im Sachthemen.blog deshalb bewusst klar gekennzeichnet und möglichst sauber von der eigentlichen Berichterstattung getrennt.

Aber trotzdem gilt für mich bis heute: Ich möchte mir bei relevanten Themen nicht den Mund verbieten lassen.

Und vielleicht ist genau diese Mischung aus persönlicher Sichtweise, direkter Sprache, journalistischer Neugier und echter Branchenperspektive der Grund, warum sich Sachthemen.blog in diesen zwei Jahren so entwickelt hat. Dabei lief natürlich nicht alles perfekt. Es gab Themen oder Herangehensweisen, die ich heute anders machen würde. Vieles war ein Lernprozess. Vor allem die Erkenntnis, was man manchmal besser nicht macht, gehört wahrscheinlich genauso dazu wie die Dinge, die funktioniert haben.

Aber genau das macht dieses Projekt auch so spannend. Denn eigentlich war Sachthemen-Blog nie als „große Plattform“ gedacht. Es war einfach nur die Idee, als jemand aus der Branche offen über Branchenthemen zu schreiben. Dass daraus mittlerweile ein Blog entstanden ist, dessen Inhalte teilweise von Fachmedien wie Das Investment, procontra, VersicherungsJournal oder Pfefferminzia aufgegriffen und zitiert werden, hätte ich mir am Anfang niemals vorstellen können. Und genau deshalb gilt mein größter Dank allen Leserinnen und Lesern, allen Abonnenten, allen Kommentatoren und allen Unterstützern. Denn ohne diese Community wäre diese Entwicklung in weniger als zwei Jahren niemals möglich gewesen.

Und wie geht es jetzt weiter?

Eigentlich ganz einfach: Das Konzept des Sachthemen-Blogs wird auch in Zukunft weitestgehend genauso bestehen bleiben, wie die Leserinnen und Leser es heute kennen. Unabhängigkeit, Werbefreiheit und die Möglichkeit, frei über relevante Branchenthemen schreiben zu können, bleiben dabei die wichtigste Grundlage. Auch der Versuch, möglichst schnell, aktuell und direkt auf neue Entwicklungen innerhalb der Versicherungswirtschaft zu reagieren, wird weiterhin ein zentraler Bestandteil des Blogs bleiben — eher noch stärker als bisher.

Schon heute ist der Output an Artikeln und Beiträgen für einen privaten Freizeitblog außergewöhnlich hoch. Und auch wenn das natürlich viel Zeit und Leidenschaft kostet, soll genau diese Aktualität und Nähe zum Branchengeschehen möglichst beibehalten werden.

Denn eines ist nach diesen zwei Jahren klar geworden:

Sachthemen-Blog ist gekommen, um zu bleiben.

Vielen Dank für zwei Jahre Sachthemen-Blog!


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2 Kommentare zu „Zwei Jahre Sachthemen-Blog“

  1. Herzlichen Glückwunsch zu 2 Jahren Blog und weiter viel Erfolg durch spannende Beträge.

    1. Vielen Dank!

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