Sachthemen.blog – Ein persönlicher Rückblick auf 2025
2025 war für Sachthemen.blog ein besonderes Jahr. Nicht, weil hier alles perfekt gelaufen wäre oder weil es von Anfang an einen großen Plan gab, sondern weil sich gezeigt hat, dass es offenbar ein echtes Interesse an ehrlichen, unabhängigen und fachlich fundierten Einordnungen aus der Versicherungsbranche gibt.
Der Blog ist nicht als großes Projekt gestartet, sondern eher als Versuch: als ein Ort, an dem Themen aufgegriffen werden, die sonst oft zu kurz kommen, weichgespült werden oder gar nicht erst stattfinden. Dass daraus innerhalb eines Jahres so viel Resonanz entstanden ist, war nicht vorhersehbar – aber umso erfreulicher.
Worum es 2025 auf Sachthemen.blog ging
Im Jahr 2025 habe ich auf Sachthemen.blog ein breites Spektrum an Themen behandelt – immer mit dem Anspruch, Dinge verständlich einzuordnen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Entwicklungen nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu bewerten.
Ein roter Faden war dabei immer wieder die zunehmende Marktkonsolidierung in der Versicherungsbranche. Sie zeigte sich auf ganz unterschiedliche Weise: bei Fusionen von Versicherern, bei Bestandsaufkäufen im Maklermarkt durch Private-Equity-Gesellschaften, aber auch dort, wo Versicherer sich aus einzelnen Sparten zurückzogen, das Maklergeschäft einschränkten oder ganze Bestände – etwa in der Wohngebäudeversicherung und in privaten Kompositsparten – sanierten oder kündigten.
Darüber hinaus ging es unter anderem um:
- Markt- und Unternehmensentwicklungen
Fusionen, Übernahmen, Insolvenzen und strategische Neuausrichtungen von Versicherern, Assekuradeuren, Maklerpools und InsurTechs – meist mit Blick auf die ganz praktischen Folgen für Vermittler und Kunden. - Makleralltag, Pools und neue Abhängigkeiten
Vertragswerke, Servicequalität, wirtschaftliche Risiken und die Frage, wie viel Unabhängigkeit im Alltag tatsächlich noch bleibt, spielten eine große Rolle – gerade in einem Markt, der zunehmend dichter und kapitalgetriebener wird. - Maklerservice:
Ein weiteres Thema, das sich durch das Jahr gezogen hat, waren die Servicelevel vieler Versicherer. Stundenlange Warteschleifen in Telefonhotlines, unbeantwortete E-Mails oder teilweise komplette Nichterreichbarkeit über sämtliche Kanäle gehörten für viele Makler zum Alltag. Hinzu kamen Bearbeitungsrückstände, verschleppte Schadenfälle und entsprechend frustrierte Vermittler. Das ist kein Randthema, sondern berührt unmittelbar den Arbeitsalltag und die Kundenbeziehung. Entsprechend werden wir dieses Thema auch 2026 weiter kritisch begleiten und dort hinschauen, wo Serviceversprechen und Realität zu weit auseinanderliegen. - Sach- und Kompositversicherung unter Druck
Wohngebäude, Kfz, D&O, Cyber: steigende Schadenquoten, Prämienanpassungen, Annahmestopps und Bestandsbereinigungen waren immer wieder Thema und zeigen, wie sehr sich diese Sparten im Umbruch befinden. - Recht, Regulierung und Aufsicht
Urteile, BaFin-Eingriffe und regulatorische Entwicklungen, aber auch Themen wie die kritische Auseinandersetzung mit der politischen Neuausrichtung der Altersrenten und mit der geplanten Riester-Reform wurden aufgegriffen und in ihrer praktischen Bedeutung eingeordnet – ohne juristische Verklausulierungen, aber mit Blick auf Haftung und Alltagstauglichkeit. - Digitalisierung, IT und neue Arbeitswelten
Von gescheiterten IT-Projekten über alte Kernsysteme bis hin zu KI, Automatisierung und Service-Wüsten. Der technologische Wandel war allgegenwärtig – und nicht alles, was modern klingt, hält auch, was es verspricht. - Produkte
Neben Markt- und Strukturthemen hat sich Sachthemen.blog auch regelmäßig konkreten fachlichen Fragestellungen zu Versicherungsprodukten gewidmet. Dazu gehörten Beiträge zu Entwicklungen in den unterschiedlichen Sparten, zur Ausgestaltung einzelner Produkte, zu Deckungskonzepten, Ausschlüssen, Bedingungen und praktischen Auswirkungen im Beratungs- und Schadenalltag. Ziel war dabei weniger eine Produktbewertung im klassischen Sinne, sondern eine fachliche Einordnung, die hilft, Veränderungen zu verstehen, Risiken besser einzuschätzen und Entwicklungen im Markt nachvollziehen zu können – insbesondere dort, wo sich Produkte, Bedingungen oder Annahmerichtlinien spürbar verändert haben. - Satire, Karikaturen und Formate mit Augenzwinkern
Karikaturen, die fiktive Banania Versicherungs AG und die Maklerhits waren bewusst gesetzte Kontrapunkte. Nicht, um Dinge ins Lächerliche zu ziehen, sondern um Entwicklungen manchmal klarer sichtbar zu machen.
Ein paar Zahlen zum Jahr 2025
Ganz nüchtern betrachtet sah 2025 so aus:
- 202 veröffentlichte Artikel
- 153.014 geschriebene Worte
- 66.527 Seitenaufrufe
- 39.783 Besucher
- 215 Abonnenten
Die meisten Besucher erreichen Sachthemen.blog aktuell hauptsächlich über eigene LinkedIn-Posts, gefolgt von Facebook und dem Medienspiegel des Versicherungsjournals. Deutlich fast ein Viertel der Zugriffe kommt inzwischen jedoch auch schon über Suchmaschinen.
Die LinkedIn-Beiträge zu den Blogartikeln erzielten im vergangenen Jahr rund 1.250.000 Impressionen und erreichten damit über 250.000 Nutzer – ein weiterer Hinweis darauf, dass fachliche Inhalte, Einordnung und persönliche Perspektive gut angenommen werden.
Stand 15.12.2025
Zum Vergleich:
Im Startjahr 2024, von Juni bis Dezember, gab es auf Sachthemen.blog lediglich 16 Beiträge mit insgesamt rund 7.200 Worten. In diesem Zeitraum wurden 2.056 Seitenaufrufe von 1.154 Besuchern erzielt, und Ende 2024 hatten gerade einmal zwei Abonnenten den Blog per E-Mail abonniert. Diese Entwicklung zeigt, dass aus einem kleinen Experiment Schritt für Schritt ein Angebot geworden ist, das offenbar regelmäßig genutzt wird – ohne Hektik, aber mit klarer Richtung.
Einordnung statt reiner Berichterstattung
Was Sachthemen.blog aus meiner Sicht besonders macht, ist die Mischung aus aktueller Berichterstattung, fachlicher Einordnung und persönlicher Meinung. Während klassische Fachmedien sich – völlig zu Recht – an journalistische Gepflogenheiten und möglichst neutrale Berichterstattung halten müssen, erlaubt der Blog einen etwas freieren Ansatz.
Hier vermischt sich tagesaktuelle Berichterstattung zu branchenspezifischen Themen mit einer fachlichen Bewertung, die aus mittlerweile rund 23 Jahren Erfahrung in der Versicherungsbranche gewachsen ist. Die persönliche Meinung spielt dabei eine Rolle, steht aber nicht im Vordergrund – sie ist Teil der Einordnung, nicht ihr Selbstzweck. Zudem versuche ich, den Meinungsteil deutlich von der reinen Berichterstattung abzugrenzen und entsprechend zu kennzeichnen.
Es geht nicht um letzte Wahrheiten, sondern um Orientierung, Hintergründe und Denkanstöße. Dass dieser Ansatz für viele Leser hilfreich ist, zeigt die Resonanz über das Jahr hinweg.
Ein Projekt in der Freizeit – unabhängig und ehrenamtlich
Vielleicht noch ein paar offene Worte zur Einordnung:
Sachthemen.blog ist ein reines Ein-Personen-Projekt. Der Blog erwirtschaftet keinerlei Einnahmen – weder aus Werbung noch aus Kooperationen, Sponsorings oder irgendwelchen versteckten Beteiligungen. Es gibt keine bezahlten Inhalte und keine Einflussnahme von außen.
Ganz im Gegenteil: Der Blog kostet Geld – für Technik, Hosting, Tools und Infrastruktur. Vor allem kostet er aber Zeit. Zeit, die vollständig aus der persönlichen Freizeit stammt. Diese Zeit wird bewusst investiert, nicht aus Verpflichtung, sondern weil das Schreiben, Einordnen und Nachdenken über Branchenthemen schlicht Spaß macht.
Gerade deshalb kann sich Sachthemen.blog ohne Einschränkung als unabhängig bezeichnen – und ja, auch als ehrenamtlich. Der eigentliche „Ertrag“ besteht nicht aus Geld, sondern daraus, dass der Blog gelesen wird, zum Nachdenken anregt und vielleicht hier und da einen neuen Blickwinkel eröffnet.
Danke – und bleib gern dabei
Zum Schluss bleibt vor allem eines zu sagen: Danke!
Danke an alle, die 2025 gelesen, weiterempfohlen, kommentiert oder einfach regelmäßig vorbeigeschaut haben. Ohne dieses Interesse wäre Sachthemen.blog genau das geblieben, was er 2024 noch war: eine kleine Seite mit wenigen Aufrufen.
Ein besonderer Dank gilt außerdem den befreundeten Online-Magazinen, die durch die Erwähnung meiner Person und durch Hinweise auf den Sachthemen.blog in ihren Artikeln immer wieder zur Sichtbarkeit und Entwicklung des Blogs beigetragen haben. Stellvertretend seien hier Das Investment, Pfefferminzia und VersicherungsJournal genannt. Diese Form kollegialer Aufmerksamkeit ist keineswegs selbstverständlich und hat dem Blog in seiner Entwicklung spürbar geholfen – dafür vielen Dank.
Ganz sicher wird bis zum Jahresende auch noch der ein oder andere Beitrag dazukommen – Themen gibt es schließlich genug. Und ja: In einer Zeit, in der überall Jahresrückblicke erscheinen, hatte ich einfach auch Lust, selbst einen zu schreiben.
Wenn Du magst, abonniere den Blog kostenlos per E-Mail. Dann bekommst Du jeden neuen Beitrag automatisch zugeschickt und bleibst auch in Zukunft auf dem Laufenden – ganz ohne Aufwand.
Danke für das Vertrauen, für das Interesse und fürs Mitlesen.
Und auf alles, was noch kommt.

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