Neues BHV-Rating


Die besten Betriebshaftpflichtversicherungen für Gastronomie und Bauhandwerk

10. September 2025 –
Eine Betriebshaftpflichtversicherung gilt für Unternehmer als unverzichtbar. Sie schützt vor den finanziellen Folgen, wenn durch die Tätigkeit eines Betriebs Personen-, Sach- oder Vermögensschäden entstehen. Besonders gravierend können solche Schäden im Baugewerbe oder in der Gastronomie sein. Welche Policen hier aktuell den besten Schutz bieten, hat die Ratingagentur Franke und Bornberg im Auftrag des Handelsblatt analysiert.


Maßgeschneiderter Schutz ist entscheidend

„Die Police muss exakt auf die Risiken und Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten sein“, betont Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg. Denn nicht jeder Betrieb ist denselben Gefahren ausgesetzt. Während in der Gastronomie etwa ein Sturz auf nassem Boden oder ein verdorbener Speiseträger zum Haftungsfall führen kann, drohen im Bauhandwerk oft kostspielige Folgeschäden – beispielsweise ein Wasserschaden durch eine fehlerhafte Installation oder gar Personenschäden durch herabfallende Werkzeuge.

Bei der Untersuchung wurden zwei Musterfälle betrachtet: ein Restaurant mit vier Vollzeit- und drei Teilzeitkräften sowie 800.000 Euro Jahresumsatz und ein Bauhandwerksbetrieb mit fünf Vollzeitkräften und einem Jahresumsatz von einer Million Euro. In beiden Szenarien wurde eine Versicherungssumme von fünf Millionen Euro zugrunde gelegt.


Qualität zählt mehr als der Preis

Das Produktrating von Franke und Bornberg berücksichtigt die Qualität der Versicherungsbedingungen zu 70 Prozent und den Preis zu 30 Prozent. Die günstigste Police sei deshalb nicht automatisch die beste, so Franke.

Zu den Ergebnissen nach Bewertung (FFF+ > FFF > FF+) und innerhalb derselben Bewertung nach Preis (aufsteigend).


Betriebshaftpflicht für Gastronomiebetriebe

Bewertung FFF+ (hervorragend)

  • VHV Versicherungen – Firmenprotect für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe | 228,48 €

Bewertung FFF (sehr gut)

  • Rhion.digital – Haftpflichtversicherung für Gaststätten und Beherbergungsbetriebe | 223,05 €
  • HDI Versicherung AG – Betriebshaftpflicht für das Gastgewerbe | 246,58 €

Bewertung FF+ (gut)

  • Bayerische Allgemeine Versicherung AG – Haftpflichtversicherung für betriebliche und berufliche Risiken | 130,90 €
  • Debeka Allgemeine Versicherung AG – Betriebshaftpflichtversicherung für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe | 217,77 €

Betriebshaftpflicht für das Bauhandwerk

Bewertung FFF+ (hervorragend)

  • HDI – Betriebshaftpflicht für das Baunebengewerbe | 2.014,79 €
  • VHV – Bauprotect – Bauhandwerk und Baudienstleistung | 2.228,81 €
  • Ergo Versicherung AG – Haftpflichtversicherung für Bauhandwerks- und Handwerksbetriebe | 2.716,02 €
  • Baloise Sachversicherung AG Deutschland – Haftpflicht für Baubetriebe | 3.007,69 €
  • Münchener Verein Allgemeine Versicherungs-AG – „Deutscher Handwerkerschutz“ | 3.453,77 €

Bewertung FFF (sehr gut)

  • Inter Allgemeine Versicherung AG – GewerbeSchutz Bauhaupt- und Baunebengewerbe – Premium | 1.817,37 €
  • Debeka – Betriebshaftpflichtversicherung für das Baugewerbe | 1.872,11 €

Bewertung FF+ (gut)

  • Bayerische – Haftpflichtversicherung für betriebliche und berufliche Risiken | 1.269,00 €

Persönliche Einordnung

Die Analyse liefert wertvolle Einblicke, welche Anbieter derzeit besonders leistungsstarke Policen für Gastronomie und Bauhandwerk bieten. Allerdings ist der Blick auf nur zwei Musterfälle etwas eng gefasst. Dies führt selbstverständlich auch zu einem entsprechend eingeschränkten Ergebnis.. Für eine umfassendere Einschätzung wäre es wünschenswert gewesen, mehr als zwei Muster zu bespielen. Auch wäre es meines Erachtens sinnvoll gewesen, weitere Branchen wie Einzel- und Großhandel, produzierendes Gewerbe oder Dienstleistungen zu berücksichtigen.

Doch obwohl Franke und Bornberg grundsätzlich auch für weitere Bereiche Ratings durchführt, war dies wohl diesmal schlicht nicht Teil des Auftrags durch das Handelsblatt. Das ist schade.

Hinzu kommt, dass es bei der Betriebshaftpflichtversicherung immer auf die individuellen Risikoverhältnisse eines Unternehmens ankommt. Kein Betrieb gleicht dem anderen. Ergebnisse nach standardisierten Mustervorgaben können nur eine grobe Orientierung bieten. In der Praxis entscheiden die konkrete Ausgestaltung von Betriebsabläufen, eigene Ausbildung und Know-how, Kundenstruktur, Spezialisierung, Tätigkeiten über das übliche Wagnisprofil hinaus, evtl. Vorschäden und viele weitere Punkte über den tatsächlichen Bedarf und die tatsächliche Prämie – was solche Vergleiche weniger aussagekräftig macht, als es auf den ersten Blick erscheint.

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