Gestern ist das bessergrün-Projekt mit dem dritten und letzten Einsatztag erfolgreich zu Ende gegangen. Noch einmal haben die Taucher vollen Einsatz gezeigt, um Geisternetze aus der Nordsee zu bergen – mit großem Erfolg: Über 400 Kilogramm konnten geborgen werden. Damit erhöht sich die Gesamtmenge auf mehr als 600 Kilogramm Geisternetze, die im Rahmen des diesjährigen Projekts aus der Nordsee entfernt wurden.
Das Résumé von bessergrün:
Auch wenn es nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein ist, bessergrün ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Tauchern von Ghost Diving Germany um Derk Remmers, den Teams auf den Begleitschiffen sowie allen weiteren Partnern, die die drei Projekttage möglich gemacht haben. Unser besonderer Dank geht außerdem an unsere Gäste, die sich der Nordsee vor den Inseln gestellt und uns tatkräftig unterstützt haben.
Derk Remmers von Ghost Diving Germany über den letzten Einsatztag:
Es war nicht nur super Wetter, es war ein super Team. Alle haben performt, die Boote haben funktioniert, die Crew an Land, die Taucher waren großartig, die Koordination hat perfekt gestimmt – das war fast wie ein Orchester, das heute wunderbar gespielt hat. Auch die Begleitschiffe haben toll mitgezogen. Sie sind herangefahren, als das Netz hochkam. Das war alles von vorne bis hinten super. Ich bin völlig geplättet.
Ich habe das Netz noch nicht genau angeschaut, nur am Kran hängen sehen, aber ich bin mir ziemlich sicher: Wir haben alles, was wir bisher in der Gegend gemacht haben, locker getoppt.
Wir hatten uns gestern entschieden, den ursprünglichen Plan – heute ein neues Wrack anzusteuern – umzuwerfen. Taucher hatten von einem großen Netz berichtet. Gestern Abend haben wir die Videoaufnahmen gesichtet, heute Morgen gab es ein Briefing, und schon am Abend zuvor hatten wir geplant: Wie können wir so ein großes Netz mit den vorhandenen Ressourcen angehen?
Also haben wir festgelegt, dass ein Team den Anker versetzt, der unten liegt, damit die anderen Taucher nicht wertvolle Tauchzeit verschwenden, um gegen die Strömung dorthin zu kommen. Dieses Team musste schwer arbeiten: Den Anker mit dem Kettenvorlauf auf dem Grund, bei Nullsicht und starker Strömung, an die Stelle zu bewegen, wo das große Netz lag. Das haben sie super gemacht. Dann kam diese kleine Boje hoch – das Zeichen für uns: Sie haben es geschafft, der Anker ist sicher.
Daraufhin haben wir zwei Teams nacheinander abgesetzt. Die haben unten gearbeitet, die ersten Hebesäcke angebracht, gescoutet, geschaut, wo man das Netz am besten anlüften und so viel Druck draufbringen kann, dass man erkennt, wo man es entfernen kann.
Dann kam das vierte Team mit der Aufgabe aufzuräumen: Wo können wir das Netz mit weiteren Hebesäcken versehen, anschneiden oder freilegen, damit es im Stück hochgeht? Das hat geklappt.
Wahnsinn. Wir freuen uns immer, wenn ein Plan funktioniert.
Bettina Albers im Gespräch vom Versicherungsverein Südliches Emsland
Ja, mein Name ist Bettina Albers. Ich komme aus Fürstenau und arbeite beim Versicherungsverein Südliches Emsland. Wir kooperieren mit der NV Versicherung, und dort habe ich von dem Projekt „Besser Grün“ zum Geisternetze-Fischen erfahren. Ich war sofort interessiert und habe mich direkt angemeldet – und heute sitze ich hier.
Der Tag aus meiner Sicht ist sehr positiv verlaufen. Das Wetter war hervorragend, und ich fand es großartig, wie das Ganze mit den Tauchbooten abgelaufen ist. Das Engagement der Taucher, diese Netze aus den Gewässern zu holen, und die Erfolge, die sie dabei hatten, waren wirklich sehr eindrucksvoll.
Mitnehmen tue ich, dass wir auf unsere Weltmeere aufpassen müssen, denn sie sind stark verschmutzt – so jedenfalls hat man den Eindruck. Es ist verständlich, wie es dazu kommt, dass Netze im Meer verschwinden und sich irgendwo festsetzen. Aber ich finde, dass die Arbeit, die von bessergrün geleistet wird, unbedingt weitergeführt werden muss.
Kurzer Ausblick
Auch im kommenden Jahr wird bessergrün gemeinsam mit Ghost Diving wieder Geisternetze aus der Nordsee bergen. Der Einsatz auf der Nordsee findet 2026 von Sonntag, den 13. September, bis Mittwoch, den 16. September, statt.
Jetzt bewerben: Projekt Geisternetze 2026!
Nach dem Projekt ist vor dem Projekt: Gemeinsam mit Ghost Diving Germany bergen wir vom 13. bis 16. September 2026 wieder Geisternetze aus der Nordsee. Seien Sie dabei und setzen Sie mit uns ein starkes Zeichen für den Schutz unserer Meere.
Ihre Chance: Bewerben Sie sich schon jetzt für einen Platz auf den Begleitschiffen! Erleben Sie hautnah, wie die Netze geborgen werden, und verbringen Sie einen spannenden Tag auf der Nordsee.
>>> Jetzt hier anmelden! <<<
Hier könnt ihr Euch die weiteren Artikel der vorherigen Einsatztage noch einmal anschauen:


Kommentar verfassen