Ein Windpark allein ist heute nichts Ungewöhnliches mehr. Aber wenn ein Projekt mit einer klaren Investitionsstrategie, technischen Feinheiten, konkreten Klimazielen und starker Partnerschaft daherkommt, lohnt sich ein genauer Blick. Der neue Windpark Freienohl, den die LHI Gruppe im Auftrag des Konzerns Versicherungskammer übernommen hat, ist genau so ein Fall: ein Beispiel für die neue Generation von Infrastrukturinvestments – solide, nachhaltig, zukunftsgerichtet.
Freienohl liegt in der Stadt Meschede im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen – eine eher ruhige Region, aber energetisch gesehen ist hier jetzt einiges in Bewegung. Fünf Windenergieanlagen vom Typ Nordex N133 mit einer Gesamtleistung von 24 Megawatt drehen sich seit Februar 2025 am Netz. Der Bau begann Ende 2022, und mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der letzten Anlage ist das Projekt nun vollständig am Laufen. Die Zahlen überzeugen: Rund 17.700 Zwei-Personen-Haushalte können jährlich mit dem erzeugten Strom versorgt werden. Und im Vergleich zum durchschnittlichen deutschen Strommix lassen sich etwa 18.900 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen. Das sind keine Visionen, das ist Realität.
Interessant ist auch die Technik: Die eingesetzten Nordex-Anlagen nutzen sogenannte Serrations – gezackte Hinterkanten an den Rotorblättern, die gezielt die Geräuschentwicklung reduzieren. So wird die Lärmbelastung für Mensch und Tier gesenkt. Ein Detail, das oft übersehen wird, aber einen echten Unterschied macht. Denn nur mit Rücksicht auf die Umgebung können solche Projekte dauerhaft Bestand haben – ein entscheidender Faktor für die gesellschaftliche Akzeptanz von Windenergie.
Hinter dem Projekt steht mit ABO Energy ein erfahrenes Unternehmen. Der Entwickler übernahm die technische Betriebsführung und war bereits während der gesamten Bauphase eng eingebunden. Dass LHI schon früh ins Projekt eingestiegen ist und die Umsetzung eng begleitet hat, zeigt, wie ernst die Partnerschaft zwischen Entwickler, Betreiber und Investor genommen wird. Dieter Seitz, Geschäftsführer der LHI Kapitalverwaltungsgesellschaft, bringt es auf den Punkt: „Durch die Investition in eine bewährte Technologie mit attraktiver Einspeisevergütung können wir den Transformationsprozess in der deutschen Energiepolitik weiter beschleunigen.“ Es sind Aussagen wie diese, die zeigen, dass hinter dem Investment keine kurzfristige Renditejagd steht, sondern ein langfristiger Ansatz.
Das sieht auch Sebastian Schweier so, Head of Infrastructure Investments beim Konzern Versicherungskammer. In einem Statement betont er: „Unsere Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien unterstreichen unser Bestreben nach zukunftssicheren und nachhaltigen Lösungen. Wir streben danach, wirtschaftlichen Erfolg mit bedeutenden ökologischen Fortschritten zu verbinden, indem wir aktiv zur Senkung von CO₂-Emissionen beitragen und unseren Kundinnen und Kunden gleichzeitig stabile Renditen bieten.“ Es ist diese Mischung aus ökonomischem Realismus und ökologischem Anspruch, die dem Projekt seinen besonderen Charakter verleiht.
Dass ABO Energy hier ein solider Partner ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 446 Millionen Euro – fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Jahresüberschuss lag bei 25,6 Millionen Euro. Für ein Unternehmen im Bereich der Projektentwicklung ist das ein starkes Ergebnis. Für 2025 wird ein Gewinn zwischen 29 und 39 Millionen Euro erwartet – und ab 2027 soll die 50-Millionen-Euro-Marke geknackt werden. Gleichzeitig treibt ABO Energy seine Pipeline weiter voran: 2024 sicherte sich das Unternehmen allein in Deutschland Genehmigungen für Windprojekte mit rund 127 Megawatt. Darunter war auch Freienohl – zusammen mit den Parks Dörnbach und Herrscheid, die nun ebenfalls in Betrieb sind.
Für die LHI Gruppe und den Konzern Versicherungskammer ist der neue Windpark ein weiteres Puzzlestück in einem wachsenden Portfolio. Ende 2024 verwaltete die LHI Gruppe für die Versicherungskammer 34 Wind- und Solarparks sowie fünf Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 470 Megawatt. Mit Freienohl steigt die Zahl auf 35 Projekte – und die Gesamtleistung auf rund 494 Megawatt. Damit ist die Partnerschaft eine der sichtbarsten im institutionellen Bereich, wenn es um Erneuerbare-Energien-Infrastruktur geht.
Und die Projekte werden immer vielfältiger. 2024 investierten LHI und Versicherungskammer unter anderem in zwei Solarparks mit Batteriespeichern in Gammertingen und Letschin. Gemeinsam liefern sie über 31 Megawatt Leistung und speichern fast 20 Megawattstunden Strom. Die Anlagen wurden über die EEG-Innovationsausschreibung abgesichert und verfügen zusätzlich über einen fünfjährigen Stromabnahmevertrag – eine Kombination, die wirtschaftliche Stabilität mit technologischer Modernität verbindet. Noch früher – bereits 2022 – wurde in fünf Wasserkraftwerke in Norwegen investiert. Und im Raum München beteiligt sich die Gruppe an Schnellladeparks für E-Mobilität. Man sieht: Das Thema „Erneuerbare Infrastruktur“ wird hier umfassend gedacht, weit über Wind und Sonne hinaus.
Was den Windpark Freienohl so besonders macht, ist also nicht nur seine technische Ausstattung oder der ökologische Nutzen – sondern die Art und Weise, wie er eingebettet ist in eine konsequente Investmentphilosophie. Es geht hier nicht um spektakuläre Ankündigungen oder kurzfristige Schlagzeilen. Sondern um den systematischen Ausbau eines Portfolios, das auf langfristige Stabilität, verlässliche Erträge und nachhaltige Wirkung setzt. Ohne PR-Feuerwerk, aber mit viel Substanz.
Und vielleicht ist das genau das, was die Energiewende in Deutschland jetzt braucht: Weniger Drama, mehr Durchhaltevermögen. Projekte wie Freienohl zeigen, dass Wandel nicht laut sein muss – aber trotzdem kraftvoll sein kann.


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